Dr. Karl-Josef Boening, Dr. Alexander Merz, Dr. Karsten Weitkamp, Dr. Guido Stadtbäumer und Dr. Matthias Niederhofer (v.l.) überreichten Irmgard Okoye (Königskinder) 1500 Euro. Foto: RöttigTelgte. „Kinderhospize in anderen Städten haben fünf bis sieben Jahre Vorlaufzeit gebraucht, bis sie realisiert waren – wir sind gerade seit zwei Jahren dabei.“ Das sagte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung Anna Pein, seit Januar in Vollzeit hauptamtliche Geschäftsführerin der gemeinnützigen GmbH Kinderhospiz Königskinder.

Hinter den Kulissen liefen Verhandlungen über mögliche Grundstücke, auf denen ein Hospiz für Kinder gebaut werden könnte, doch zu den Inhalten könne sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Nur so viel betonte Anna Pein: „Es wird im April mit Sicherheit noch keine Entscheidung geben. Die Sache muss rund sein“. Es dürfe nichts übers Knie gebrochen werden. Aber dass das Kinderhospiz gebaut wird, daran ließ die Geschäftsführerin keinen Zweifel aufkommen.

Über 500 000 Euro seien inzwischen gespendet worden. Von einem Investitionsvolumen in Höhe von zirka drei bis vier Millionen Euro geht die Geschäftsführerin aus. Der Eigenkapitalanteil werde natürlich geringer ausfallen.

Das Kinderhospiz gibt es zwar noch nicht. Doch für Familien, in denen ein Kind schwerst erkrankt ist, sind der Förderverein Königskinder, der Gesellschafter der GmbH ist, und Anna Pein mit drei weiteren Mitarbeitern und viele andere Menschen im Einsatz.

So gibt es seit Kurzem den „Königskinderclub“: Monatlich kommen Kinder, die einen Bruder, eine Schwester, die Mutter, den Vater oder einen anderen Menschen verloren haben und trauern, in den freundlichen und hellen Räumen im Gebäude hinter dem Zentrum Maria Frieden zusammen. Sie spielen, reden, werden fachlich kompetent betreut. Anna Pein: „Die Teilnahme ist kostenlos.“

Im Januar ist ein Seminar mit Ehrenamtlichen gestartet, die bald betroffenen Familien helfen können. Anna Pein: „Im Herbst startet ein weiterer Kursus, dafür gibt es schon eine Anmeldeliste.“ Die Bereitschaft der Menschen, sich ehrenamtlich für die Königskinder zu engagieren, sei unglaublich groß – „vor allem auch in Telgte“.

Aber nicht nur dort. So wird es am 20. März (Freitag) ab 20 Uhr einen Benefiz-Chansonabend mit Jean-Claude Séférian zu Gunsten des Kinderhospizes geben. Der Inner Wheel Club Münster-Prinzipal veranstaltet es im Ballenlager in Greven. Karten zum Preis von 20 Euro gibt es an der Abendkasse und bei den Königskindern in Telgte. Vorbestellungen nimmt Heike Wienberg unter 0 25 97/69 63 85 entgegen.

Der Kreis der Unterstützer ist ungemein groß. Zu ihm gehört auch die Tierklinik in Telgte. Die Ärzte dort haben Irmgard Okoye, ebenfalls Geschäftsführerin der Königskinder GmbH, gerade einen Scheck in Höhe von 1500 Euro überreicht. „Das ist die Summe, die wir an den Weihnachtskarten gespart haben. Dazu kommt, dass wir die Weihnachtsgeschenke, die wir erhalten haben, unter den Mitarbeitern versteigert haben. Und es war eine Spendenbox im Empfangsbereich der Klinik aufgestellt“, erklärte Dr. Alexander Merz. Die Summe wurde dann noch aufgestockt. Alexander Merz: „Wir waren uns alle einig, dass wir dieses wichtige Projekt unterstützen wollen.“

www.kinderhospiz-koenigskinder.de

Von Bettina Laerbusch,
WN, 13. März 2009


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